Wudang Taichi

Ursprüngliches Original des Wudang Taoisten und Taijiquan Begründers Zhang Sanfeng

Wudang Taichi, Tai Ji  bzw. Wudang Taijiquan, wie die offizielle chinesische Transkription lautet, ist eines der wichtigsten Erben der Wudang Kampfkunst. Zusammen mit derWudang Schwert Kunst und der Kultivierung des inneren Elixiers ist es bekannt es als einer der drei wesentlichen Schätze von Wudang Kungfu bekannt. Während die Ursprünge von Taijiquani in der langen Kampfkunstgeschichte der Wudang Berge zu finden sind, verteilten sich die späteren Ausprägungen dieser Kunst über die ganze Welt.

Halblegendäre Überlieferungen zufolge ist das Taijiquan vermutlich von dem ehemaligen daoistischen Weisen Zhang Sanfeng in Wudang entwickelt worden. Besonders nach der Kulturrevolution ist es sehr schwierig geworden dieser Überlieferung, wissenschaftstauglich, auf den Grund zu gehen. Wichtige Dokumente gingen verloren oder wurden durch Vandalismus der roten Garden zerstört. Der Umstand das Wissen im Daoismus oftmals nur innerhalb der Gemeinschaft und heimlich weitergegeben wurden stellt die Forschung vor schwierige Probleme. Auch die meist unpräzisen Zuschreibungen von einem "Gründervater" auf eher unwahrscheinlich viele verschiedene Wudang Künste erschwert die Bemühungen. Aus diesem Grund berufen sich Viele die konkrete Angaben machen wollen auf jüngere Traditionen bei denen die Geschichte deutlicher nachzuvollziehen ist. Nur leider werden dabei wesentliche Fakten außer Acht gelassen. Auch wenn nicht bekannt ist, wie viel vom Taijiquan seine eigenen Entwicklung gleichsteht, schien er zumindest derjenige gewesen zu sein, der zuerst die 13 Stufen des Taijiquan benannt und gelehrt hat. Diese 13 Bewegungen des Ta Ji bilden sich einerseits aus den Acht-Anwendungen (1. Peng, 2. Lü, 3. Ji, 4. An, 5.Cai, 6. Lie, 7. Zhou und 8. Kao) und andererseits aus den Fünf-Elemente-Schritten (vorwärts, rückwärts, links, rechts und Zentrieren). Sie sind bis heute die wichtigste Grundlage des Taiji. Nur wenige Menschen wissen, dass den Kenntnissen über die Kultivierung des Inneren Elixiers, für das kulturelle Erbe von Wudang, eine viel größere Bedeutung beizumessen ist. In Bezug auf das Studium des Taijiquan ist das heutige Wudang ganz offensichtlich ein Ort gebündelt mit tiefer uralter und stets gepflegter  Weisheit- und Wissensfundus, nicht nur über alle Aspekte des Taiji selbst, sondern auch über alle seine Wurzeln, Hintergründe, Theorien, Didaktik und Methodik.

Wudang Taijiquan ist in der Tat nur ein kleiner Teil vom gesamten Wudang Kungfu und kann sogar als einer der späteren Wudang Stile betrachtet werden. Die Geschichte der Wudang Kampfkünste ist schon viel älter. Ohne Zweifel war es aber diese alte Tradition, der tiefgründigen daoistischen Wudang Kampfkünste, die den Weg für die -in dieser Hinsicht- "spätere Entwicklung" des Taijiquan geöffnet haben. Mittlerweile blüht das das Taijiquan, durch große internationale Aufmerksamkeit und Annerkennung, neu auf. Es wird auf viele verschiedene Arten und Weisen praktiziert und therapeutisch eingesetzt. Es gibt Tai Ji als ganzheitliche Kampfkunst, als gymnastisches Training oder auch als professionelle Bewegungstherapien in unterschiedlichen Bereichen. Selbst ganze Regierungen haben den großen Wert, den das Taichi für die Pflege und Erhaltung der psychophysischen Gesundheit der Menschheit besitzt, anerkannt.

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